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Termine 2024: Januar

Franz Beckenbauer; Franz_Beckenbauer; FranzBeckenbauer

Do 07.03.2023   20.00 Uhr Kaubenheim Gasthaus Schürmer

Die Kreisgruppe des Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.  LBV- lädt zum monatlichen Treffen am Donnerstag den 07.03.2024 nach Kaubenheim ins Gasthaus Schürmer um 20.00 Uhr ein.

Matthias Bull hält einen Vortrag unter dem Motto: Vogel des Jahres 2024 "Der Kiebitz" ein.

 

                    Interessierte, Freunde und Bekannte sind herzlich willkommen.

Star Wolfganbk Meyer
Star Foto © Wolfgang Meyer

Die Stare sind zurück:

 

Die Kreisgruppe vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (https://neustadt-aisch-bad-windsheim.lbv.de) stellt den Star vor als einen der ersten Rückkehrer aus dem Mittelmeergebiet.

Steckbrief: Sturnus vulgaris Sie kommen bereits Anfang Februar zurück. Erwachsene Stare sind dunkel gefärbte Singvögel mit metallisch grün und violett glänzendem Gefieder, weiß getupft im Winter- und Jugendkleid, etwas kleiner als Amseln. Sie sind überall dort zu finden, wo es hochgelegene Brutmöglichkeiten und ausreichend Nahrung gibt. Stare sind lustige und kreative Imitatoren. Die Männchen pfeifen ihre Lieder in variablen Gesängen und tragen sie mit imponierendem Flügelschlagen vor. Hört man genau zu, kann man durchaus auch mal einen Handyklingelton oder andere Geräusche aus der Umgebung erkennen. Schon gewusst? Während Amseln und Drosseln bei der Nahrungssuche oft hüpfen, laufen Stare. Sie tragen Blüten und Pflanzen mit ätherischen Ölen in ihre Bruthöhlen, um Parasiten fernzuhalten. Die flüggen Jungvögel sammeln sich auf den Wiesen zur gemeinsamen Nahrungssuche. Ab September finden sich abflugbereite Stare zusammen, um in Schwärmen in wärmere Gefilde zu fliegen. Ihre faszinierende Flugschau kann am Himmel gut beobachtet werden. Die Winter werden seit Jahren milder und kürzer. Finden daher Stare ausreichend Nahrung wie Fallobst oder durch Winterfütterung, verzichten sie auf die gefährliche Reise. Trotzdem geht ihr Bestand zurück. Was ist passiert? Die intensive Nutzung der Kulturlandschaft führt zur Reduzierung der Nahrungsgrundlage, bestehend aus Bodenlebewesen, Spinnen und Insekten. Hinzu kommt der Verlust der natürlichen Nistmöglichkeiten in höhlenreichen Altholzbeständen. Das führt dazu, dass seit 2015 der Bestand als gefährdet eingestuft wird. Was kann jeder zum Schutz beitragen? 1. Winterfütterung: ankommende Stare sind sehr hungrig und stürzen sich auf die Fettknödel der Meisen oder auf altes Fallobst. 2. Starenkästen am Haus aufhängen. Die Jungvögel machen zwar ein wenig Dreck, den wäscht jedoch der nächste Regen weg. 3. Ein reichhaltiges Nahrungsangebot bieten, in dem man auf den Gifteinsatz im Garten verzichtet. 4. Eine bewusste Entscheidung für regionale, biologische Lebensmittel und eine Reduzierung des Fleischkonsums hilft auch unserem Sanges- und Flugkünstler, dem Star!

Spruch der Woche KW 06/2024:

Wenn Wissen und Gelassenheit sich gegenseitig ergänzen, entstehen Harmonie und Ordnung.

Zhuangzi

Gute Bruterfolge

 

Ein Bericht von Herbert Klein

 

Mit den Bruterfolgen einiger Greifvögel- und Eulenarten, die es 2023 im Landkreis gab, ist Herbert Klein aus Uffenheim im Großen und Ganzen zufrieden. Nur beim Steinkauz könnte es laut dem langjährigen Vorsitzenden und dem jetzigen Ehrenvorsitzenden des Landesbund für Vogel- und Naturschutz LBV mehr Nachkommen sein.

 

Hier unsere Beobachtungen:

Rotmilan                      11 Paare           16 ausgeflogene Jungtiere

Schwarzmilan               5 Paare             7 Jungtiere

Wiesenweihe               18 Paare          43 ausgeflogene Jungtiere

Uhu                                                       25 besetzte Reviere

Uhu                               6 Paare             7 Jungtiere

Schleiereule                23 Paare         166 Jungtiere

Schleiereule                  6 Paare           36 Jungtiere bei der zweiten Brut

Steinkauz                      3 Paare             2 Jungtiere

 

Für das Jahr 2024 wünscht sich Herbert Klein, dass sich mehr Interessierte finden, die sich aktiv am Vogelschutz beteiligen. Es mache Arbeit, die Brutstätten abzufahren und zu dokumentieren, aber die Freude an den wunderschönen Tieren und an ihrem interessanten Verhalten überwältigt einen.

Auszüge aus der FLZ vom 12.01.2024

 

Boden des Jahres 2024:

Der Waldboden

Knapp ein Drittel der Fläche Deutschlands (11,4 Mio. ha) ist von Wald bedeckt. Die Böden darunter spielen mit ihren zahlreichen Funktionen und ⁠Ökosystemleistungen⁠ eine wichtige Rolle im Naturhaushalt Deutschlands. Link

Rundschreiben für 2024
Programm des LBV 2024 in nea-BW
Rundbrief LBV NEA 2024.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.5 MB

Vergiftet, beschossen, bedroht:

Jahresbilanz im Projekt "Tatort Natur"

 

Mindestens 25 Fälle von Naturschutzkriminalität in Bayern – Oberpfalz am meisten betroffen

 

Hilpoltstein/München, 08.12.2023

Vom vergifteten Seeadler bis hin zum beschossenen Weißstorch: Zahlreiche Fälle von Naturschutzkriminalität konnten der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und die Gregor-Louisoder Umweltstiftung (GLUS) im Rahmen ihres gemeinsamen Projekts "Tatort Natur" im Jahr 2023 dokumentieren. Die traurige Jahresbilanz beinhaltet neben 19 nachweislich vergifteten Eulen- und Greifvögeln auch sechs Fälle, in denen geschützte Vogelarten beschossen wurden. LBV und GLUS gehen darüber hinaus von einer hohen Dunkelziffer an Naturschutzdelikten aus. "Besonders betroffen macht uns, dass alle diese Fälle bisher folgenlos für die Täter blieben", erklärt Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter für Naturschutz. Die Projektpartner setzen sich deshalb auch im kommenden Jahr weiterhin für die Strafverfolgung ein und bringen jeden Fall zur Anzeige.

Insgesamt 86 tote Vögel wurden im Laufe des Jahres 2023 vom LBV dokumentiert. Ist die Todesursache des Vogels bei einer Obduktion nicht ersichtlich, leitet der LBV für gewöhnlich eine toxikologische Untersuchung ein. In 19 Fällen ergab diese, dass der tote Vogel an einer Vergiftung verstorben war. Besonders häufig kam dabei das Nervengift Carbofuran zum Einsatz. "Dieses Nervengift ist bereits seit 2007 in der EU verboten und kann bereits bei Hautkontakt ernste gesundheitliche Folgen haben – besonders für Kinder und Haustiere", so Andreas von Lindeiner. Die meisten vergifteten Greifvögel stammten aus der Oberpfalz, insbesondere aus dem Landkreis Regensburg. Auch in Niederbayern, Oberbayern, Mittel- und Oberfranken konnten die Naturschützerinnen und Naturschützer Vergiftungsfälle nachweisen.

Darüber hinaus kamen im Jahr 2023 mindestens sechs Mal Schusswaffen gegen streng geschützte Vogelarten zum Einsatz. Ein Weißstorch, ein Graureiher und ein Turmfalke konnten glücklicherweise rechtzeitig gefunden werden und überlebten deshalb. "Auch beim Beschuss auf Vögel ist die Oberpfalz trauriger Spitzenreiter, gefolgt von Oberbayern und Niederbayern", erklärt von Lindeiner.

Am häufigsten von Naturschutzdelikten betroffen waren Uhu (sechs), Rotmilan (vier) und Mäusebussard (vier). Für Aufsehen hatte darüber hinaus im Sommer der Fall eines toten Seeadlers im Landkreis Amberg-Sulzbach gesorgt. Er starb an einer Vergiftung mit dem Rattengift Brodifacoum. Ob es sich dabei um eine vorsätzliche Vergiftung des Greifvogels handelt oder der Seeadler möglicherweise ein anderes Tier fraß, welches das Gift vorher aufgenommen hatte, ist schwer nachzuvollziehen. In anderen Fällen, wie beispielsweise dem eines toten Rotmilans im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, gehen die Naturschützerinnen und Naturschützen allerdings von einer gezielten Tötung aus: Dort fanden LBV-Aktive neben dem vergifteten Vogel auch eine vergiftete Hauskatze und mehrere präparierte Giftköder.

Im Rahmen des Projekts wurde auch 2023 eine Vielzahl an Schulungen rund um Naturschutzkriminalität, zum Beispiel an Landratsämtern, sowie eine Fachtagung, bei der auch Mitarbeitende der Polizei referierten, durchgeführt. Durch die wertvolle Aufklärungsarbeit ist das Thema in vielen Behörden mittlerweile bekannt und die nötigen Abläufe zur Meldung und Dokumentation haben sich etabliert. Zudem gibt es inzwischen einen Handlungsleitfaden für alle Polizeibehörden in Bayern. "Die Sensibilisierung von Gesellschaft, Polizei und Behörden ist entscheidend, um bei der Strafverfolgung tatsächlich Erfolge zu erzielen. Wir hoffen, dass so zukünftig viele der Delikte aufgeklärt werden können. Bisher konnten leider nur in wenigen Fällen Tatverdächtige ausfindig gemacht werden", erklärt Franziska Baur, GLUS-Fachreferentin für Naturschutz.

Gemeinsames Projekt: "Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!"

Ein Großteil der Fälle von Naturschutzkriminalität bleibt ungeklärt und für die Täter folgenlos, was sich dringend ändern muss. LBV und GLUS starten deshalb 2019 das gemeinsame Projekt "Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!". In einer bayernweiten Datenbank sollen alle (Verdachts-)Fälle von Naturschutzkriminalität gespeichert werden. Als erste Anlaufstelle für betroffene Behörden und die Öffentlichkeit soll die Datenbank fachliche Unterstützung bieten und als Melde- und Informationsplattform dienen. Mit ihrer Hilfe soll außerdem die langfristige Weiterverfolgung einzelner Fälle sichergestellt werden. Mit dem Projekt soll auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt und Fortbildungsangebote bereitgestellt werden.

Die Dokumentation von Fällen illegaler Verfolgung von Vögeln durch den LBV wird seit 2021 durch das Bayerische Landesamt für Umwelt mit Mitteln des Umweltministeriums finanziert.

Weitere Informationen:

Mehr Infos zum Thema "Naturschutzkriminalität" und eine Checkliste zum richtigen Verhalten bei einem Totfund mit Verdacht auf illegale Tötung können auf der Seite www.tatort-natur.de heruntergeladen werden. Dort können auch Fälle oder Verdachtsfälle von Naturschutzkriminalität gemeldet werden.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

LBV:

Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter, E-Mail: andreas.von.lindeiner@lbv.de, Tel. 09174/4775-7430.

Für allgemeine Rückfragen LBV-Pressestelle:

Markus Erlwein |Stefanie Bernhardt | Franziska Back, E-Mail: presse@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7180 | -7184 | -7187. Mobil: 0172-6873773.

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