Preisverleihung des 19. Fotowettbewerbs "Natur im Fokus" für Kinder und Jugendliche aus Bayern durch Staatsminister Glauber
PRESSEINFORMATION ZUR PREISVERLEIHUNG AM 09.02.2026
 

 

München, 03.02.2026 – Am 9. Februar um 13:00 Uhr ehrt Umweltminister Thorsten Glauber im Münchener Museum Mensch und Natur die Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs "Natur im Fokus". An der Preisverleihung nehmen zudem der Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB), Prof. Dr. Jörg Overmann, sowie der Vorsitzende des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV), Dr. Norbert Schäffer, teil. Auch in diesem Jahr haben sich über 500 Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern mit Kamera oder Smartphone auf die Suche nach außergewöhnlichen Naturmotiven begeben und an der mittlerweile 19. Wettbewerbsrunde teilgenommen. Aus mehr als 1.100 eingereichten Fotografien, die eindrucksvoll die Vielfalt der Natur im Freistaat widerspiegeln, wählte eine Fachjury die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Ihre ausgezeichneten Bilder touren auch dieses Jahr durch Bayern

Der beliebte Nachwuchswettbewerb fand im vergangenen Jahr bereits zum 19. Mal statt und
motivierte junge Menschen im Alter von 7 bis 18 Jahren dazu, Bayerns Natur aufmerksam zu erkunden und kreativ festzuhalten. Ins Leben gerufen wurde "Natur im Fokus" 2007 vom Museum Mensch und Natur, einer Einrichtung der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Seit 2010 wird der Wettbewerb gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltministerium ausgerichtet und seit 2023 ist der bayerische Naturschutzverband LBV mit seiner Naturschutzjugend NAJU Bayern ein Partner des Projekts.
Ziel von "Natur im Fokus" ist es, junge Naturfotografinnen und -fotografen zu fördern und ihr Interesse an der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu wecken. Dabei stehen nicht technische Perfektion oder teure Ausrüstung im Vordergrund, sondern der kreative Blick, spannende Bildkompositionen und originelle Motive.

Große Beteiligung aus ganz Bayern – Natur im Fokus erneut ein voller Erfolg

Im Wettbewerbsjahr 2025 beteiligten sich erneut über 500 Kinder und Jugendliche aus allen Regionen Bayerns und reichten insgesamt mehr als 1.100 Fotos ein. Eine Jury aus Expertinnen und Experten aus den Bereichen Fotografie, Medien und den beteiligten Projektpartnern vergab 18 Preise in zwei Kategorien und jeweils drei Altersgruppen (7–10, 11–14 und 15–18 Jahre). In der Kategorie A "Magie der Farben" waren Fotografien gefragt, die die Farbenvielfalt von Tieren
und Pflanzen sowie die beeindruckende Natur Bayerns in Szene setzen. Kategorie B widmete sich dem Thema "Mensch und Natur" und zeigte besondere Begegnungen und Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt. Darüber hinaus würdigt ein Sonderpreis des Partners LBV das Erkennen der fotografierten Tier- und Pflanzenarten. Weitere Sonderpreise werden vom Verein der Freunde und Förderer des Museums Mensch und Natur e.V., dem Förderkreis BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern e.V., dem Sparkassenverband Bayern sowie dem PaedNetz Bayern vergeben.

Ansporn und Anerkennung: Attraktive Preise für junge Fototalente
Auf die Erstplatzierten jeder Kategorie und Altersgruppe wartet ein besonderes Highlight: ein Naturerlebniswochenende im Wildniscamp am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald, inklusive eines Fotoseminars mit dem Naturfotografen Ingo Zahlheimer. Die Zweitplatzierten erhalten ein eintägiges Fotoseminar mit dem Naturfotografen Dr. Ferry Böhme im Museum Mensch und Natur, während sich die Drittplatzierten über ein Jahresabonnement der Zeitschrift natur – das
Magazin für naturbewusstes Leben freuen dürfen. Zusätzlich erhalten alle Preisträgerinnen und Preisträger hochwertige Naturfotografie-Bildbände, gestiftet vom Knesebeck Verlag.

Dr. Michael Apel, Leiter des Museums Mensch und Natur und Teil der Jury:
"Genau hinschauen, bewusst wahrnehmen und einfach rausgehen – das ist es, was wir mit unserem Fotowettbewerb bewirken möchten. Natur im Fokus soll Kinder und Jugendliche für die Natur vor ihrer Haustür begeistern und ermuntern, sie zu entdecken und genauer unter die Lupe zu nehmen. So wächst nicht nur die Freude am Beobachten, sondern auch das Verständnis und die Motivation, sich für den Schutz der Natur einzusetzen."

Haluk Soyoglu
, Geschäftsführer der Jugendorganisation des LBV:
Die Vielzahl hochwertiger Aufnahmen und beeindruckender Motive hat dieses Jahr der Jury die
Entscheidungsfindung erschwert – erfreulich! Denn aus meiner Sicht ist dies ein Indiz dafür, dass
und wie "Natur im Fokus" junge Menschen zu einer Interaktion mit der Natur inspiriert und ihnen
zugleich den Raum eröffnet, bewusst Zeit in der Natur zu verbringen."

Preisverleihung und Ausstellungen "Natur im Fokus on Tour" in ganz Bayern
Am 9. Februar 2026 werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs "Natur im Fokus" im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Museum Mensch und Natur ausgezeichnet. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber ehrt dabei die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Zugleich fällt mit der Veranstaltung der Startschuss für die Wanderausstellung "Natur im Fokus on Tour 2026", die ab Mitte Februar 2026 in drei Ausführungen durch kulturelle Einrichtungen in ganz Bayern tourt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie zu den Ausstellungsterminen sind unter https://www.natur-im-fokus.bayern.de/ abrufbar.

Unterstützt werden der Wettbewerb und die Ausstellungstour unter anderem vom Sparkassenverband Bayern, dem Verein der Freunde und Förderer des Museums Mensch und Natur, dem Förderkreis Biotopia – Naturkundemuseum Bayern, dem Verband der Kinder- und Jugendärzte Landesverband Bayern, PaedNetz, DB Regio, der Zeitschrift natur, dem Knesebeck Verlag, der Hofpfisterei München sowie dem Münchner Merkur und dem Münchner Fenster.

Einladung Preisverleihung
Pressevertreterinnen und -vertreter sind zur Preisverleihung herzlich eingeladen. Wir bitten um Anmeldung bis zum 6. Februar 2026 an die unten angegebenen Kontakte. Sie haben Interesse an einem Interview mit einem der Preisträger oder Preisträgerinnen? Dies ist im Rahmen der Verleihung sehr gern möglich. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Vorfeld bei uns an. Eine Übersicht der Preisträger und Preisträgerinnen ist auf Anfrage unter der Berücksichtigung
der Sperrfrist (9. Februar 2026, 15:00 Uhr) verfügbar.

 

Presseinformation 08-26
 
Viel Schnee in Bayern: Eulen und Greifvögeln finden keine Nahrung mehr
LBV rät zu einfachen Hilfsmaßnahmen – Ställe und Scheunen für Mausejäger jetzt öffnen
 

 

Hilpoltstein, 30.01.2026 – Die starken Schneefälle der vergangenen Tage in Bayern sind nicht nur für Auto- und Bahnreisende eine große Herausforderung, sondern können auch für Eulen und Greifvögel ein ernstes Problem werden. Liegt über einen längeren Zeitraum eine dicke Schneedecke, kommen viele der Mäusejäger kaum noch an ihre Beute. „Während Vogelarten wie Mäusebussard und Turmfalke vor Kälte und Schnee in weniger winterliche Regionen flüchten können, sind die meisten Eulen Standvögel, die den ganzen Winter in ihren angestammten Revieren bleiben. Fehlen schneefreie Flächen, drohen Hunger und in strengen Wintern sogar deutliche Bestandseinbrüche“, sagt Torben Langer, Eulenexperte des bayerischen Naturschutzverbands LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz). Der LBV verrät, welche Möglichkeiten es gibt, den Eulen in dieser Jahreszeit zu helfen.
In vielen Teilen Bayerns sind in den vergangenen Tagen mehr als 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Im Winter fressen Eulen normalerweise Mäuse. Werden diese knapp, versuchen sie auf Vögel auszuweichen. Erfolgreich sind dabei meist nur große Arten wie der Uhu. Kleinere Eulen und Käuze haben es deutlich schwerer, zumal alternative Beute oft nicht ausreichend verfügbar ist. „Besonders Schleiereulen und Steinkäuze in Nordbayern leiden aktuell stark unter den Schneemengen, vor allem dann, wenn ihnen der Zugang zu Scheunen oder Ställen fehlt, in denen sie auch im Winter jagen könnten“, erklärt Langer.

Der LBV bittet daher Landwirtinnen und Landwirte sowie Gebäudeeigentümer in verschneiten Regionen, Eulen den Zugang zu Ställen und Scheunen zu ermöglichen. Im Inneren der Gebäude können die Vögel auch bei geschlossener Schneedecke weiter auf Mäusejagd gehen und leisten damit zugleich einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Nagetieren. „Früher waren aus diesem Grund sogenannte Eulenlöcher selbstverständlich“, so der LBV-Biologe. „Wo solche Einfluglöcher heute fehlen, genügt oft schon ein geöffnetes Fenster oder ein offener Spalt im Scheunentor, um die Vögel vor dem Verhungern zu bewahren.“

Weitere Schutzmaßnahmen für Eulen
Auch andere Flächen – etwa auf dem landwirtschaftlichen Hof oder im Wald – lassen sich mit wenig Aufwand in wertvolle Nahrungsräume für Mäusejäger verwandeln. Werden einige Bereiche geräumt, entstehen schneefreie Zonen. Wer hier mit entsprechendem Futter gezielt Kleintiere anfüttert, bietet auch den Eulen eine Winternahrung. Geeignet ist eine Mischung aus Wildvogelfutter, Weizen, gefetteten Haferflocken, Karottenstücken und Meisenknödeln. Auch Strohballen erhöhen die Attraktivität dieser Flächen für Mäuse und helfen so auch den Eulen und Käuzen.

Langfristig lässt sich die Nahrungsverfügbarkeit für Eulen und Greifvögel zudem durch sogenannte Mäuseburgen erhöhen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Strohballen und Futterstelle, in der sich die Nagetiere verstecken und ansiedeln können. An einer trockenen und sonnigen Stelle fühlen sie sich besonders wohl. Profitieren können Eulen und Greifvögel vor allem dann, wenn sich in der Nähe ein geeigneter Ansitz wie ein Baum oder Zaunpfahl befindet.

 

Gemeinsame Presseinformation
 
Trauriger Rekord: 30 Vögel wurden 2025 in Bayern vergiftet
LBV und GLUS ziehen Jahresbilanz im Projekt "Tatort Natur" – Illegale Verfolgung geschützter Vögel auf dem höchsten Stand seit vier Jahre
 

 

Hilpoltstein, 28.01.2026 – Vergiftet, beschossen, in Fallen gefangen: Auch 2025 wurde Bayerns Großvögeln wieder skrupellos nachgestellt. Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) haben vergangenes Jahr so viele Fälle von Naturschutzkriminalität dokumentiert wie seit vier Jahren nicht mehr. Insgesamt registrierten die Naturschützerinnen und Naturschützer 30 vergiftete Vögel und mehrere weitere schwere Straftaten gegen geschützte Arten. Dazu zählten unter anderem Beschüsse sowie illegale Fangmethoden. Darüber hinaus ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. "Die illegale Verfolgung geschützter Arten ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Dass uns im vergangenen Jahr so viele Hinweise erreicht haben, zeigt, wie aufmerksam und engagiert viele Menschen inzwischen hinschauen", sagt LBV-Projektmitarbeiterin Nicole Meier.
Insgesamt wurden 133 tote Großvögel gemeldet, bei denen zumindest ein anfänglicher Verdacht auf illegale Verfolgung bestand – fast dreimal so viele wie 2024. Ist die Todesursache des Vogels bei einer Obduktion nicht ersichtlich, wird für gewöhnlich eine toxikologische Untersuchung eingeleitet. Auf diese Weise konnten vergangenes Jahr 30 Fälle von Vergiftung nachgewiesen werden. Besonders oft griffen die Täter zu dem seit 2008 in der EU verbotenen Insektizid Carbofuran. "Das Nervengift Carbofuran wirkt bereits bei Hautkontakt und ist auch für Menschen und Haustiere gefährlich. Wenn ein Greifvogel einen damit präparierten Giftköder frisst, kommt er oft nur noch wenige Meter weit, bevor er qualvoll stirbt", erklärt Nicole Meier.

Für besonders viel Aufregung sorgte ein Fall im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Ende Juli wurden der Polizei dort mehrere tote Greifvögel gemeldet. Bei einer Absuche konnten insgesamt mehr als zwölf tote Vögel auf engem Raum gefunden werden, darunter Arten wie Schwarzmilan, Rotmilan und Mäusebussard. Die Tiere starben alle an Vergiftungen mit Carbofuran, wie Untersuchungen zeigten. Die Polizei ermittelt hier nach wie vor intensiv.

Ebenfalls Aufsehen erregte eine Tat im westlichen Landkreis Haßberge, wo im Oktober ein Mäusebussard mit dem verbotenen Insektizid Parathion – auch bekannt als E605 – vergiftet worden war. Parathion ist ein hochtoxisches Nervengift, das schon bei Hautkontakt zu Erbrechen, Durchfall, Atemlähmung, schweren Krämpfen oder sogar dem Tod führen kann. Im näheren Umkreis zum Fundort des Mäusebussards starben im gleichen Jahr auch mehrere Hunde, nachdem sie Symptome einer Vergiftung aufzeigten. Das Ermittlungsverfahren wurde zwischenzeitlich eingestellt.

Tauben als lebendige Köder

Neben Fleisch oder Schlachtabfällen kommen auch immer wieder sogenannte "Kamikazetauben" als Köder zum Einsatz. Die Täter streichen dabei züchterisch uninteressante Tauben mit Gift im Nacken ein und lassen sie als Köder in der Nähe ihres Schlags fliegen. Ziel solcher Taten ist es meist, Greifvögel wie Habicht oder Wanderfalke zu vergiften, in deren Natur es liegt, andere Vögel in der Luft zu jagen. Werden die Tauben nicht erbeutet, sterben sie selbst an dem Gift, welches sie langsam über die Haut aufnehmen. 2025 wurden zwei Fälle solcher Kamikazetauben registriert – im Landkreis Regensburg und im Landkreis Miesbach.

Auch fahrlässige Vergiftungen gefährden
Neben vorsätzlichen Tötungen beschäftigen die Naturschutzverbände seit Jahren auch Fälle fahrlässiger oder unbeabsichtigter Vergiftungen. So starb im März ein Gänsegeier im Unterallgäu an einer Bleivergiftung. Der seltene Vogel hatte das Schwermetall vermutlich aufgenommen, weil er Aas eines Wildtieres fraß, das mit bleihaltiger Jagdmunition beschossen worden war. Der LBV setzt sich daher seit Langem für eine flächendeckende Jagd mit bleifreier Munition ein – wie sie im bayerischen Staatswald bereits erfolgreich umgesetzt wird.

Greifvögel werden zudem immer wieder Opfer sogenannter Sekundärvergiftungen durch Rattengifte wie Brodifacoum. Ratten nehmen das Gift auf, sterben jedoch oft erst nach mehreren Tagen. In dieser Zeit können sie von Greifvögeln erbeutet werden, die sich dadurch selbst vergiften und verenden. Im Jahr 2025 traf es auf diese Weise einen Mäusebussard, einen Rotmilan und einen Uhu.

Fallen und Schüsse: Weitere Formen illegaler Verfolgung
Geschützten Vögeln wird jedoch nicht nur mit Gift nachgestellt. Täter setzen auch Fallen ein, etwa sogenannte Habichtfangkörbe, in denen häufig lebende Tauben als Lockvögel missbraucht werden. Einen solchen Fall meldete eine LBV-Aktive im niederbayerischen Landkreis Deggendorf der Polizei.

Darüber hinaus registrierten die Naturschutzverbände im Rahmen des Projekts insgesamt drei Beschüsse. Zwei Sperber in der Oberpfalz starben an Schussverletzungen. Ein Weißstorch im Unterallgäu hatte Glück: Ehrenamtliche brachten ihn rechtzeitig in eine Klinik.Projektile steckten in beiden Flügeln,einer davon war durch den Beschuss gebrochen. Nach seiner Genesung in der LBV-Vogelauffangstation
konnte der Storch erfolgreich wieder ausgewildert werden.

Sensibilisierung von Behörden und Gesellschaft bleibt essenziell
Im Rahmen des Projekts führen der LBV und die GLUS auch immer wieder Schulungen rund um Naturschutzkriminalität durch – zum Beispiel an Landratsämtern. Auch der Austausch zwischen Behörden, Ehrenamtlichen und Polizei wird bei Fachtagungen angeregt. Durch die wertvolle Aufklärungsarbeit ist das Thema in vielen Behörden mittlerweile bekannt, und die nötigen Abläufe zur Meldung und Dokumentation haben sich etabliert. Zudem gibt es inzwischen einen Handlungsleitfaden für alle Polizeibehörden in Bayern. "Die Sensibilisierung von Gesellschaft, Polizei, Staatsanwaltschaften und Behörden ist entscheidend, um bei der Strafverfolgung tatsächlich Erfolge zu erzielen. Wir hoffen, dass so zukünftig viele der Delikte aufgeklärt werden können. Bisher konnten leider nur in wenigen Fällen Tatverdächtige ausfindig gemacht werden", erklärt Franziska Baur, GLUS-Fachreferentin für Naturschutz.

 

Gemeinsames Projekt: "Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!"
Ein Großteil der Fälle von Naturschutzkriminalität bleibt ungeklärt und für die Täter folgenlos, was sich dringend ändern muss. LBV und GLUS starten deshalb 2019 das gemeinsame Projekt "Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!". In einer bayernweiten Datenbank sollen alle (Verdachts-)Fälle von Naturschutzkriminalität gespeichert werden. Als erste Anlaufstelle für betroffene Behörden und die Öffentlichkeit soll die Datenbank fachliche Unterstützung bieten und als Melde- und Informationsplattform dienen. Mit ihrer Hilfe soll außerdem die langfristige Weiterverfolgung einzelner Fälle sichergestellt werden. Mit dem Projekt soll auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt und Fortbildungsangebote bereitgestellt werden. Projektleiter und Ansprechpartner sind die Biologen Franziska Baur (GLUS) und Dr. Andreas von Lindeiner (LBV).
Fälle illegaler Verfolgung von Vögeln dokumentiert der LBV seit diesem Jahr im Auftrag des LfU/staatliche Vogelschutzwarte.

Weitere Informationen:

Mehr Infos zum Thema "Naturschutzkriminalität" und eine Checkliste zum richtigen Verhalten bei einem Totfund mit Verdacht auf illegale Tötung können auf der Seite www.tatort-natur.de heruntergeladen werden. Dort können auch Fälle oder Verdachtsfälle von Naturschutzkriminalität gemeldet werden.

 

Presseinformation 07-26
 
Flaute trotz Frost: Große Zählaktion zeigt Schwund der Vögel im Garten
Ergebnisse der Stunde der Wintervögel in Bayern: Seltene Gäste von Kranich bis Wiedehopf und ein anhaltender Negativtrend
 

 

Hilpoltstein, 27.01.26 – Schnee, Eis und klirrende Kälte ließen vom 9. bis 11 Januar 2026 besonders viele Vogelfans zum Fernglas greifen, um an der 21. Stunde der Wintervögel des bayerischen Naturschutzverbands LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und seinem bundesweiten Partner NABU teilzunehmen. In Bayern zählten rund 29.600 Teilnehmende in mehr als 21.300 Gärten und Parks insgesamt 626.600 Vögel. "Das winterliche Wetter erschwerte einigen Vogelarten die Futtersuche im Freiland und brachte auch ungewöhnliche Besucher an die Futterstellen und in die Nähe der Menschen", sagt die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. "Der große Einflug von Wintergästen aus dem Norden blieb heuer aus. Dafür zogen manche der daheimgebliebenen Vögel wie Kraniche über Bayern fluchtartig nach Süden auf der Suche nach schnee- und eisfreien Flächen." Die Stunde der Wintervögel ist Deutschlands größte bürgerwissenschaftliche Mitmachaktion. Die gesammelten Meldungen geben einen einzigartigen Einblick in die heimische Vogelwelt. Die Ergebnisse aus allen bayerischen Regierungsbezirken und Landkreisen sind einsehbar unter www.stunde-der-wintervoegel.de.
Die durchschnittliche Vogelzahl pro Garten lag in diesem Jahr wieder leicht unter dem Vorjahreswert. Im Mittel wurden etwa 29 Vögel pro Garten gezählt – das sind rund zwei Individuen weniger als im Vorjahr. "Anders als im vergangenen Jahr blieben große Einflüge von Bergfinken und anderen nordischen Wintergästen wie Erlenzeisigen aus. Solche großen Vogelschwärme können die Durchschnittswerte deutlich nach oben treiben und hatten 2025 vermutlich einen maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis", erklärt Angelika Nelson. Unabhängig davon lässt sich jedoch ein schleichender, aber kontinuierlicher Rückgang der Vogelzahlen in den Gärten nicht von der Hand weisen. "Viele Teilnehmende berichten von einem besorgniserregenden Schwund von früher häufigen Vögeln in ihrer unmittelbaren Umgebung. Auch ein Blick auf die vergangenen 20 Jahre zeigt klar, dass sowohl die Vielfalt als auch die Anzahl der Vögel im Garten abnimmt", so die Ornithologin. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig und komplex. Vor allem fehlt es vielen Vogelarten zunehmend an geeigneten Lebensräumen und genügend Insekten zur Jungenaufzucht.

Die Top Ten der häufigsten Wintervögel
Die Spitze der Rangliste der häufigsten Wintervögel ist schon seit Jahren stabil mit nur geringfügigen Verschiebungen: Auch heuer führt der Haussperling die Top Ten an, gefolgt von Kohlmeise und Feldsperling. Dahinter tauschten Amsel und Blaumeise die Plätze – die Amsel rückte auf Rang vier vor. Als Bodenfresser benötigt sie schneefreie Stellen, die sie heuer hauptsächlich an Futterstellen fand. Davon profitierte auch das Rotkehlchen und schafft es auf Rang 9. Vor ihm liegen Buchfink (6.), Elster (7.) und Grünfink (8.). Den Abschluss bildet die Rabenkrähe (10.) Der Bergfink, der im vergangenen Jahr auf Platz sieben lag, ist wieder aus den Top Ten verschwunden. Er ließ sich heuer kaum in Bayern blicken.

Große Gruppen von Kranichen und Kormoranen       
Spannende Beobachtungen gab es auch über die häufigen Wintervögel hinaus. Fliegende Formationen laut rufender Kraniche überraschten einige Teilnehmende. "Vermutlich handelte es sich bei diesen Vögeln um eine Winterflucht infolge des deutlichen Kälteeinbruchs am Zählwochenende: Kraniche versuchen zunehmend, in Norddeutschland zu überwintern, bei anhaltender Kälte ziehen sie jedoch rasch entlang ihrer üblichen Route weiter nach Südwesten", ordnet Angelika Nelson ein. Da die wichtigste Zugroute über Hessen führt, konnten nur Teilnehmende in Nordbayern dieses Naturschauspiel, das man sonst aus dem Herbst kennt, genießen. Auch Kormorane sammelten sich und suchten gemeinsam nach eisfreien Flüssen und Seen, um dort Fische zu fangen. Dabei wurden sie im Vorbeifliegen oft von Teilnehmenden gemeldet.


Überraschende Überwinterer: Von Wiedehopf bis Zippammer
Für Staunen sorgten zudem einzelne Meldungen von Wiedehopf, Bekassine, Zippammer und Brachvogel. Bei allen handelt es sich um Zugvögel, die normalerweise die kalte Jahreszeit in südlichen Gefilden verbringen und zudem als selten und scheu gelten. Ob auch sie versuchten die im Schnitt milder werdenden Winter in Bayern zu verbringen oder als Irrgäste hier gelandet sind, lässt sich nicht klären. Durch Schnee und Frost wurden sie an leicht erreichbare Nahrungsquellen in die Nähe von Siedlungen und oft direkt an die Futterstellen getrieben. Besonders bemerkenswert waren die Beobachtungen des Wiedehopfs: Bereits vor der Stunde der Wintervögel gingen beim LBV entsprechende Meldungen mit Fotobeweis aus dem Landkreis Forchheim in Oberfranken ein. "Der Wiedehopf ist eine wärmeliebende, auf größere Insekten angewiesene Art und zählt zu den Langstreckenziehern, die normalerweise südlich der Sahara überwintern", sagt LBV-Biologin Nelson.

Die nächste Vogelzählung findet vom 8. bis 10. Mai 2026 statt. Dann rufen der LBV und sein bundesweiter Partner NABU alle Vogelfreundinnen und -freunde auf, bei der "Stunde der Gartenvögel" die Brutvögel in den Gärten und Parks zu zählen.

Infos zur Aktion und Ergebnisse aus allen Regierungsbezirken und Landkreisen in Bayern: www.stunde-der-wintervoegel.de

 

Presseinformation 06-26
 
Welttag der Umweltbildung: LBV warnt vor Folgen stagnierender Fördermittel
LBV-Umweltstationen in Bayern leisten unverzichtbare Bildungsarbeit
 

 

Hilpoltstein, 22.01.2026 – Der 26. Januar steht weltweit im Zeichen der Umweltbildung: Als World Environmental Education Day (Welttag der Umweltbildung) rückt er die pädagogische Auseinandersetzung mit Umwelt- und Zukunftsfragen in den Fokus. In Bayern zählt der Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) zu den zentralen Akteuren der Umweltbildungsszene. Mit elf anerkannten Umweltstationen und 25 Mitarbeitenden vermittelt der Verband Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), wie beispielsweise Klimawandel und Biodiversität. Doch knappe Fördermittel gefährden diese wertvolle, außerschulische Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche. „Wir brauchen eine gute finanzielle Grundlage, damit unsere wichtige Bildungsarbeit alle Menschen erreichen kann. Unsere Inhalte sind die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft und keiner sollte durch hohe Teilnahmekosten davon ausgeschlossen werden“, betont der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
Die LBV-Umweltstationen werden jährlich von rund 100.000 Menschen besucht, die an Bildungsprogrammen und Seminaren teilnehmen, Projekttage und Ausstellungen besuchen oder die vielseitigen Außengelände erforschen. Vor allem Schülerinnen und Schüler profitieren von dieser Ergänzung des Unterrichts durch praxisnahe Erfahrungen, die sowohl kritisches Denken fördern als auch die Handlungskompetenz steigern. „Das Verständnis über die Zusammenhänge in der Natur erfährt man am besten in der Natur selbst. Unsere Umweltstationen bieten den Raum und die pädagogische Qualität für ganzheitliche Zugänge zu Natur und Nachhaltigkeit“, erklärt Magdalena Buckreus, Leiterin des Referats Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die inklusiven, chancengerechten und ganzheitlichen Bildungsangebote des LBV befähigen Zielgruppen jeden Alters, eine zukunftsfähige Welt mitgestalten zu können.

Die Bildungsarbeit des LBV wird vom Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz finanziell unterstützt. Ziel des Freistaats Bayern ist es, durch mindestens eine Umweltstation in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt ein flächendeckendes Netz von Einrichtungen der BNE zu etablieren. Dafür erkennt er seit 1990 Umweltstationen staatlich an und vergibt an diese Fördergelder. Aktuell deckt die jährliche Grundförderung jedoch nur ein Viertel der anfallenden Kosten, beispielsweise für qualifizierte, pädagogische Fachkräfte, Materialkosten und den Unterhalt der Station. „Auch in unseren Bildungseinrichtungen spüren wir die Auswirkungen der Inflation. Eine höhere Förderung würde unseren Umweltstationen mehr Planungssicherheit geben. Vor allem könnten wir so sicherstellen, dass alle Kinder kostenfreien Zugang zu Bildung für nachhaltige Entwicklung erhalten“, sagt Buckreus.

Mit der bestehenden Höhe der Förderung pro Umweltstation ist das Ziel einer flächendeckenden hochwertigen Bildung für nachhaltige Entwicklung zukünftig nicht zu gewährleisten. Dabei nehmen die Umweltstationen in der regionalen sowie bayernweiten Bildungslandschaft eine zentrale Rolle in der außerschulischen BNE und Umweltbildung ein. „Wenn wir wollen, dass Nachhaltigkeit mehr ist als ein schönes Wort, müssen wir Umweltbildung und BNE konsequent stärken – mit verlässlicher Finanzierung, politischem Rückhalt und gesellschaftlicher Wertschätzung. Denn nur wer versteht, handelt. Und nur wer handelt, gestaltet Zukunft“, bekräftigt Magdalena Buckreus.

Rolle der Umweltstationen

Bereits seit 1995 ist der LBV Träger von Umweltstationen. Diese Bildungseinrichtungen bringen Fachwissen und innovative Methoden ein, die Schulen allein nicht leisten können. Zudem schaffen sie emotionale Bindung zur Natur und motivieren durch erlebnisorientiertes Lernen. Durch ihre Netzwerke mit Kommunen, Kitas, Schulen, Hochschulen und anderen Bildungsakteuren stärken sie regionale Bildungslandschaften und tragen entscheidend dazu bei, Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu verankern und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen. Eine Übersicht aller LBV-Umweltstationen in Bayern findet sich unter http://lbv.de/umweltstationen

 

Umweltbildung im LBV
Seit 40 Jahren betreibt der bayerische Naturschutzverband LBV Umweltbildung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung und nimmt dabei bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das generationenübergreifende Bildungsangebot des LBV richtet sich an Kitas, Schulen, Familien und Seniorenheime. Während der LBV in seinen 17 bayernweiten Umweltbildungseinrichtungen jährlich über 130.000 Besucherinnen und Besucher begeistert, bietet das digitale Umweltbildungsprojekt „Naturschwärmer“ online zahlreiche, nachhaltige Aktionsideen für Familien. Kitas und Schulen können sich um die Auszeichnungen „ÖkoKids - KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT“ bzw. „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ bewerben. Die vielfältigen LBV-Bildungsprogramme vermitteln zukunftsrelevante Kompetenzen und Werte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Die Umweltbildung des LBV ist mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Qualitätssiegel „Qualitätsnetzwerk BNE in Bayern“ und als Lernort und Netzwerk der deutschen UNESCO-Kommission.

 

Presseinformation 05-26
 
Zumeldung zur Pressemitteilung des StMELF „Seilbahnförderung auch ab 2026“
Ende der Förderungen von Schneekanonen ist ein wichtiges Signal
Erste Schritte zum besseren Schutz der bayerischen Alpen – Langfristiges Ziel muss Verbot von neuen Seilbahnen in unerschlossenen Gebieten sein
 

 

Hilpoltstein, 15.01.2026 – Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) setzt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv dafür ein, dass umwelt- und klimaschädliche Subventionen wie die Förderung von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen abgeschafft werden. Die Tatsache, dass bei der nun verkündeten Verlängerung der Seilbahnförderrichtlinie zukünftig Beschneiungsanlagen nicht mehr förderfähig sind, bewertet der LBV als wichtiges Signal. „Diese Entscheidung war überfällig. Beispiele wie das Aus des Skibetriebs am Jenner zeigen, dass Investitionen in die Ski-Infrastruktur trotz massiver staatlicher Förderung keine Zukunftsperspektive für unsere bayerischen Alpen darstellen“, erklärt LBV-Geschäftsführer Helmut Beran.
Ein weiterer wichtiger Zwischenschritt zum Schutz der Berge im Freistaat ist der Beschluss, künftig den Neubau von Seilbahnen nicht mehr zu fördern. „Damit wird einer weiteren Erschließung unberührter Bereiche des bayerischen Alpenraums ein Riegel vorgeschoben. Dies kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Langfristig muss das Ziel zum Schutz des einzigartigen Naturraums Alpen sein, den Neubau von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen in bisher unerschlossenen Gebieten grundsätzlich zu verbieten“, betont LBV-Geschäftsführer Beran.

Kritisch am Beschluss des Tourismusministeriums zur Seilbahnförderung sieht der LBV, den Ganzjahresbetrieb als Voraussetzung für eine Förderung. „Gerade ein Ausbau des Sommerbetriebs führt zu einer zusätzlichen Störung in der Brutzeit und der Zeit der Jungenaufzucht“, erklärt Beran.

Die Alpen sind das herausragende Naturjuwel Bayerns. Ihr Schutz ist von bundesweiter Bedeutung. Die Alpenregion muss vor allem im Zuge des Klimawandels zukunftsfähig bleiben. „Eventtourismus, große Infrastruktur-Vorhaben und eine stetige Erhöhung der Tourismuskapazitäten haben dort deshalb keine Zukunft. Die Alpen müssen als Naturraum bewahrt werden. Nur ein sanfter Tourismus sichert letztendlich auch das wirtschaftliche Potenzial des Alpentourismus für die kommenden Jahrzehnte“, so LBV- Geschäftsführer Helmut Beran.

 

Pressestatement
 
Statement des LBV-Geschäftsführers Helmut Beran zur Pressekonferenz der Freien Wähler „Wertschöpfung durch Tourismus“ im Rahmen ihrer Winterklausur in Berchtesgaden
Der Jenner als Ort der Wertschöpfung durch Tourismus ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten

 

LBV-Geschäftsführer Helmut Beran:
„Dass die Freien Wähler das Thema „Wertschöpfung durch Tourismus“ ausgerechnet auf dem Jenner inszenieren, ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten. Die private Jennerbahn in Berchtesgaden ist ein Paradebeispiel dafür, dass Investitionen in die Ski-Infrastruktur trotz massiver staatlicher Förderung keine Zukunftsperspektive für unsere bayerischen Alpen darstellen. Nachdem der Neubau bereits mit 10,5 Millionen Euro von der Bayerischen Staatsregierung subventioniert worden war, waren weitere öffentliche Gelder notwendig, um den defizitären Winterbetrieb überhaupt aufrechtzuerhalten. So hat die Gemeinde Schönau beschlossen, ihre Unterstützung von zuvor 30.000 auf dann 300.000 Euro pro Jahr zu erhöhen. Dabei hatte der Bürgermeister sogar eingestanden, dass für diese Subventionierung Kürzungen an anderer Stelle im Gemeindehaushalt vorgenommen werden mussten. Und als wäre das nicht schon genug, hat der Vorstand der Berchtesgadener Bergbahn AG Ende 2023 das endgültige Aus des klassischen Skibetriebs am Jenner aufgrund der unrentablen Entwicklung bekannt gegeben. Künftig soll der Schwerpunkt am Jenner auf sanftere Formen des Wintertourismus gelegt werden.

In Bayern wird die Modernisierung von Skigebieten durch klimaschädliche staatliche Subventionen unterstützt. Wer Skigebiete mit den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger fördert, treibt damit die Zerstörung der letzten naturnahen Lebensräume in den deutschen Alpen voran. Inmitten der Klimakrise ist das absurd. Der LBV fordert daher seit Jahren den Ausbau eines naturverträglichen Tourismus ohne klimaschädliche Subventionen für die Skiinfrastruktur. Offensichtlich mussten jedoch erst 10,5 Millionen Euro Steuergelder verpulvert werden, bevor sich diese Erkenntnis bei den Verantwortlichen durchsetzte.“

Hintergrund:
Nach den Beschlüssen zu schonenderen Formen des Wintertourismus in der Region hat der LBV weitere Maßnahmen gefordert. So soll beispielsweise der Sessellift am Mitterkaser abgebaut werden, da dieser bisher ausschließlich für den Skibetrieb genutzt wurde und künftig nicht mehr benötigt wird. Der Lift stellt eine Gefahrenquelle für Tierarten wie das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn dar, das in der Region noch vorkommt. Durch den überdimensionierten und mit hohen Steuergeldern geförderten Ausbau der Jennerbahn vor einigen Jahren wurde der heimische Birkhuhnbestand bereits erheblich gefährdet. Der Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ist ein zentrales Anliegen des LBV – gerade im betroffenen Gebiet an der Grenze zum Nationalpark Berchtesgaden. Die Beseitigung stillgelegter Nebenbahnen muss die logische Konsequenz sein, um die Überlebenschancen der bedrohten Raufußhühner zu erhöhen. Die Entwicklung am Jenner sollte auch ein deutliches Signal für andere Skigebiete in Bayern sein. Obwohl Umweltverbände wie der LBV immer wieder mahnen, werden weiterhin Bahnneubauten und der Ausbau von Beschneiungsanlagen geplant – beispielsweise an der Kampenwand und am Götschen in der Nähe des Jenners. Der LBV fordert daher die Abschaffung der staatlichen Seilbahnförderung.

 

Presseinformation 03-26
 
Gefährdete Arten im Fadenkreuz: LBV kritisiert geplante Neuregelungen im bayerischen Jagdgesetz
Von Wolf bis Rebhuhn: Naturschutzverband fordert fachlich fundierte Jagdpolitik
 

 

Hilpoltstein, 07.01.2026 – Bis heute läuft das Anhörungsverfahren zur geplanten Novelle des Bayerischen Jagdgesetzes. Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) hat hierzu seine Stellungnahme beim bayerischen Wirtschaftsministerium eingereicht. Die ursprünglich geplanten weitreichenden Gesetzesänderungen zulasten des Artenschutzes konnten auch durch das Engagement des LBV abgewendet werden. Dennoch gibt es im aktuell vorliegenden Gesetzentwurf immer noch kritische Punkte. So lehnt der Verband die geplante Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht entschieden ab. Aus Sicht des LBV besteht dafür weder eine fachliche noch eine rechtliche Notwendigkeit. „Der Schlüssel zur Reduzierung von Nutztierrissen liegt nicht in der Jagd, sondern im konsequenten und wirksamen Herdenschutz“, betont Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter für Naturschutz. Auch kritisiert der Verband die Jagd auf Vogelarten, die gefährdet sind oder negative Bestandstrends aufzeigen. Der LBV fordert die Staatsregierung auf, Jagdrecht und Jagdzeiten konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem tatsächlichen Erhaltungszustand der Arten auszurichten. „Naturschutz und Jagd müssen sich an klaren fachlichen Kriterien orientieren – nicht an politischen Symboldebatten“, so von Lindeiner.

Die aktuelle Bestandsentwicklung der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zeigt deutlich, dass eine Regulierung des Wolfsbestandes durch Jagd nicht erforderlich ist. „Bereits heute sind Entnahmen einzelner auffälliger Wölfe über Ausnahmeregelungen des Bundesnaturschutzgesetzes rechtssicher möglich. Dies respektiert selbstverständlich auch der LBV. Die fachlichen Grundlagen für die Entnahme einzelner Wölfe bietet der bayerischen Aktionsplan Wolf“, so von Lindeiner. Entscheidend ist laut LBV vielmehr, dass Tierhalterinnen und Tierhalter vor Ort besser beraten und beim standortangepassten Herdenschutz unterstützt werden. Öffentliche politische Statements, die den Eindruck erwecken, der Wolf könne künftig regulär und deutlich einfacher bejagt werden, hält der LBV für irreführend. Der Erhaltungszustand des Wolfs ist nach Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs auf lokaler, nationaler und gegebenenfalls grenzüberschreitender Ebene zu bewerten.

Jagd auf gefährdete Vogelarten
Kritisch sieht der LBV darüber hinaus die geplanten Regelungen zur Jagd auf zahlreiche Vogelarten. Viele jagdbare Arten befinden sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand oder weisen seit Jahren negative Populationstrends auf. Besonders betroffen ist das Rebhuhn, der Vogel des Jahres 2026, als eine der am stärksten rückläufigen Vogelarten in Deutschland und Europa. „Wir erheben nicht die Forderung, das Rebhuhn aus dem Jagdrecht zu nehmen. Wegen der starken Gefährdung dieser Art sollte die Jagd aber so lange ausgesetzt werden, bis Schutzmaßnahmen greifen und sich die Bestände nachweislich erholen“, sagt der Landesfachbeauftragte.

Schonzeit für Enten und Möwen gefordert
Für Entenvögel wie Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Tafel- und Samtente sowie die Wald-Saatgans spricht sich der Naturschutzverband für eine ganzjährige Schonzeit in Bayern aus. Gleiches gilt für die Waldschnepfe, für deren Bejagung aus Sicht des LBV kein sachlicher Grund erkennbar ist. Auch die Jagd auf Großmöwen hält der Verband für fachlich nicht begründbar. „Auf der Liste der im Freistaat jagdbaren Arten steht die Silbermöwe. Wir gehen allerdings davon aus, dass die nahen Verwandten Steppen- und Mittelmeermöwen, die nicht jagdbar sind, auch schon mal ins Visier geraten“, erklärt Andreas von Lindeiner. Hier stellt sich grundsätzlich die Frage, warum Möwen in Bayern bejagt werden. Die erlegten Tiere können nicht sinnvoll verwertet werden und die Möwen verursachen keine Schäden.

Darüber hinaus kritisiert der LBV die Pläne, den Zugang zu Informationen über jagdliche Entnahmen einzuschränken. „Transparente Daten über Abschüsse – insbesondere bei Arten mit Managementbedarf wie Wolf oder Graureiher – sind unverzichtbar, um den Erhaltungszustand bewerten und gegebenenfalls Management- und Schutzmaßnahmen anpassen zu können. Die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse an diesen Informationen“, so von Lindeiner.

Zahlen zur Entwicklung der Wolfsterritorien stellt die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bereit: https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/status-und-reproduktion

 

Presseinformation 02-25
 
Vom Stadtpark bis zum Dorfrand: Ganz Bayern zählt Wintervögel
Nordische Gäste und Daheimgebliebene: Wer zeigt sich zur „Stunde der Wintervögel“? – Große Mitmachaktion startet am Wochenende
 

 

Hilpoltstein, 07.01.2026 – Nach eine einer milden Phase im Dezember meldet sich nun der Winter zurück und bringt frostige Temperaturen und Schnee. Passend dazu rufen der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und sein bundesweiter Partner NABU zum 21. Mal zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Eine Stunde lang sollen Bürgerinnen und Bürger am Wochenende vom 9. bis 11. Januar die Vögel im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und melden – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. „Wer eine Stunde lang bewusst hinschaut, entdeckt oft mehr als erwartet. Gerade im Winter tauchen manchmal überraschende Gäste auf“, erklärt die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. So könnten in diesem Jahr Finkenvögeln wie Bergfinken oder Erlenzeisige, die aus Skandinavien nach Bayern kommen, für Freude am Futterhaus sorgen. Ihre Beobachtungen können Teilnehmende hier melden: www.stunde-der-wintervoegel.de.
Ist das Samenangebot in den borealen Nadelwäldern Skandinaviens mau, machen sich viele Finkenarten auf den Weg nach Süden, um dort nach Nahrung zu suchen. Dabei tauchen auch Arten auf, die sonst nicht oder nur selten in Bayern vorkommen. „Vergangenes Jahr kam es beispielsweise zu einem außergewöhnlich starken Einflug von Bergfinken. Auch Erlenzeisige gehören zu den möglichen Wintergästen“, erläutert Angelika Nelson. „Die Chancen, dass einige von ihnen auch heuer nach Bayern kommen und bei der Wintervogelzählung auffallen, stehen gut.“ Gleichzeitig erhalten heimische Finkenarten im Winter Verstärkung aus dem Norden: Buchfink, Grünfink oder Stieglitz brüten zwar auch in Bayern, doch als sogenannte Teilzieher verbringen Individuen aus Nord- und Osteuropa den Winter ebenfalls im Freistaat. Auch Kernbeißer können im Winter an Futterstellen auftauchen. Wo und wie viele Finken am Zählwochenende zu beobachten sein werden, hängt stark vom Wetter und dem Nahrungsangebot in den unterschiedlichen Regionen Bayerns ab. „Sind Samen in den Wäldern rar oder durch Frost und Schnee nicht zugänglich, weichen viele Arten auf Gärten oder Parks aus. Gerade in Kältephasen zeigen sich deshalb auch Finkenvögel gerne am Futterhaus und fressen dort Sonnenblumenkerne oder Fettfutter“, so die Ornithologin.

Darüber hinaus stehen dieses Jahr wieder typische Wintervögel wie Kohl- und Blaumeise, Amsel, Haussperling, Feldsperling oder Rotkehlchen im Fokus der „Stunde der Wintervögel“. „Man muss kein Vogelprofi sein, um bei der Aktion mitzumachen. Vielen Arten ist man im Alltag schon oft begegnet. Sie einmal bewusst wahrzunehmen, macht Spaß und öffnet den Blick für die Vielfalt direkt vor der eigenen Haustür“, sagt Angelika Nelson. Die Daten helfen dem LBV zu verstehen, wie sich die Vogelwelt von Jahr zu Jahr verändert. In den vergangenen milden Wintern sind etwa immer mehr Kurzstreckenzieher in Bayern geblieben, statt weiter nach Süden zu ziehen. Arten wie Zilpzalp, Mönchsgrasmücke oder Star werden deshalb häufiger bei der Aktion beobachtet als noch vor einigen Jahren. „Solche Verschiebungen lassen sich nur erkennen, wenn viele Menschen regelmäßig mitmachen und ihre Beobachtungen melden“, sagt die LBV-Biologin. „Aufgrund des außergewöhnlich milden Dezembers ist es dieses Jahr besonders spannend, welche Arten vermehrt in Bayern bleiben.“

Bayerns Stadtvögel gesucht!

Ein besonderes Augenmerk legt der LBV in diesem Jahr auf den Vergleich zwischen Stadt und Land. Traditionell nehmen bei der „Stunde der Wintervögel“ mehr Menschen aus dem ländlichen Raum teil, doch Vogelarten wie die Amsel haben Städte längst als Lebensraum mit einigen Vorteilen entdeckt. „Parks und Gärten in Städten bieten oft ein ganzjähriges Nahrungsangebot, besonders wenn es dort Futterstellen gibt. Außerdem herrscht dort ein wärmeres Mikroklima, das Vögeln das Überleben im Winter erleichtert”, weiß die Biologin. Der LBV appelliert deswegen auch an die Bürgerinnen und Bürger in den bayerischen Städten mitzumachen. „Wer keinen eigenen Garten hat, kann im Park oder auf Friedhöfen genauso gut beobachten und liefert damit wertvolle Informationen“, so Angelika Nelson.

Mitmachen und die eigene Beobachtung melden: So geht’s   
Wer bei der „Stunde der Wintervögel“ mitmachen will, braucht nicht viel: Es genügen eine Stunde Zeit und ein ruhiges Plätzchen, von dem die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park beobachtet werden können. Gemeldet wird immer die höchste Anzahl einer Art, die innerhalb der Zählstunde gleichzeitig beobachtet wurde. Auch wer keine oder wenige Vögel zählt, kann melden und liefert damit wichtige Daten. Die Beobachtungen vom Zählwochenende melden Teilnehmende am einfachsten online unter www.stunde-der-wintervoegel.de. Dort sind auch fortlaufend aktualisierte Zwischenstände einsehbar, die nach Landkreisen und Regierungsbezirken gefiltert werden können. Meldungen per Post sind ebenfalls möglich. Meldeschluss ist der 19. Januar 2026. Unter allen Teilnehmenden verlost der LBV attraktive Preise.

„Schulstunde der Wintervögel“
Vom 12. bis 16. Januar 2026 sind alle Lehrkräfte eingeladen, im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen und eine Stunde lang gemeinsam auf dem Pausenhof, im Park oder im Schulgarten zu zählen. Materialien zum Mitmachen sowie Spiele zu den häufigsten Wintervögeln für Schulkinder gibt es unter www.naturschwaermer.lbv.de/sdw.

Infos zur Aktion unter www.stunde-der-wintervoegel.de

 

Presseinformation 01-26
 
Ein Jahr im Zeichen des Rebhuhns: Amtszeit des Vogels des Jahres 2026 beginnt
Mit Glück Rebhuhn-Ketten in winterlicher Landschaft beobachten – Ungepflegt aussehende Brach- und Blühflächen bieten wichtigen Schutz
 

 

Hilpoltstein, 05.01.2026 – Mit dem neuen Jahr hat auch die Amtszeit des Rebhuhns begonnen. Mit dem eindringlichen Appell „Für Felder voller Leben“ hatte es im Herbst die deutschlandweite Wahl zum Vogel des Jahres 2026 gewonnen und löst den Hausrotschwanz als Jahresvogel ab. „Mit Glück lässt sich der scheue Hühnervogel in manchen Regionen Bayerns jetzt in kleine Gruppen von bis zu 25 Vögeln, sogenannte Ketten, auf Nahrungssuche in der winterlichen Landschaft beobachten“, erklärt die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. Besonders auf Brachflächen, wo verblühte Pflanzen den Winter über stehen bleiben, findet der Vogel des Jahres jetzt Nahrung und Deckung. Das Rebhuhn ist ein Standvogel und bleibt somit das ganze Jahr über in seinem Brutgebiet, doch seine Bestände haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen.
Junge Rebhühner der vergangenen Brutsaison bleiben im Winter oft mit den Elternvögeln in sogenannten Ketten zusammen. Diesen kleinen Gruppen können sich auch einzelne Individuen anschließen. „Das gemeinsame Überwintern birgt viele Vorteile: In großen Gruppen sind die Tiere sicherer vor Fressfeinden wie Füchsen, außerdem können sie gemeinsam auf Nahrungssuche gehen“, weiß Angelika Nelson. Im Winter ist frische, grüne Nahrung knapp. Rebhühner scharren daher vor allem Samen von Wildkräutern und Gräsern unter dem Schnee frei. Fündig werden sie dabei vor allem auf mehrjährigen Brachflächen, die im Herbst nicht umgebrochen wurden. „Für das menschliche Auge wirken solche Flächen jetzt im Winter, wenn die Pflanzen alle verblüht sind, oft ungepflegt. Für das Rebhuhn und andere Tierarten sind sie aber überlebenswichtig“, erläutert die Ornithologin. Auch übrig gebliebene Getreidekörner auf abgeernteten Feldern bieten willkommene Nahrung. Sichere Verstecke finden Rebhühner dort in niedrigen Hecken, einzelnen Sträuchern oder nicht gemähten Säumen und Böschungen.

Das Rebhuhn erkennen und beobachten
In offenen, strukturreichen Kulturlandschaften mit Brachflächen und Wiesen lohnt es sich jetzt bei einem Winterspaziergang die Augen nach Rebhuhn-Ketten offen zu halten. In Bayern liegen die Verbreitungsschwerpunkte in Nordbayern sowie in der Region um die Donau und Niederbayern. Es hat einen rundlich kompakten Körper, mit bräunlichem Gefieder. Der Schwanz und die Beine sind kurz. Ausgewachsene Tiere sind etwa halb so groß wie ein Haushuhn. Verwechselt wird das Rebhuhn manchmal mit dem häufiger vorkommendenden Fasan, der allerdings deutlich größer ist.

Meistens bewegen sich Rebhühner schreitend voran. Werden sie überrascht, fliegen sie dicht über dem Boden bis zur nächsten Deckung und geben dabei ihr namensgebendes „repreprep“ von sich. „Wer das Rebhuhn beobachten möchte, sollte sich möglichst ruhig verhalten, denn die Tiere sind sehr scheu. Außerdem kostet es die Tiere viel Energie, wenn sie aufgescheucht werden. Wir appellieren deswegen an alle Naturliebhabenden, Hunde anzuleinen, auf den Wegen zu bleiben und so Rücksicht auf Rebhühner und alle anderen Bewohner der Feldflur zu nehmen“, sagt Angelika Nelson.

Kartierung ab Mitte Februar: Jetzt mitmachen
Ein wichtiger Baustein für den Schutz des Rebhuhns ist das Wissen um aktuelle Vorkommen und Bestände. Der LBV engagiert sich deshalb als Partner des Dachverbands Deutscher Avifaunisten bei der Kartierung von Rebhühnern im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel (MsB). Die nächste Erfassungsperiode findet von Mitte Februar bis Mitte März statt, wenn die Balz der Rebhähne beginnt. Die Erfassung von Rebhühnern eignet sich auch für den Einstig ins Vogelmonitoring, da der Fokus auf einer Art liegt und die Mitarbeit nur wenig Zeit erfordert. Wer Interesse hat, kann sich melden unter: rebhuhn@lbv.de.

Mehr Infos zum Brutbestandsmonitoring Rebhuhn:
www.dda-web.de/monitoring/msb/module/rebhuhn

Mehr Infos zum Rebhuhn: www.lbv.de/rebhuhn