©Erwin Taube
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Der Uhu – unsere größte Eule ist zurück

 

Jahrhundertelang wurde der Uhu massiv verfolgt und fast zum Aussterben gebracht.

Er galt als großer Feind des Niederwildes, wurde deshalb legal geschossen, seine Gelege geplündert, Junge getötet oder zum Kauf für die Hüttenjagd angeboten.

 

In Bayern gab es um 1960 noch eine Restpopulation von etwa 30 bis 40 Brutpaaren und zwar im Frankenjura und Teilen des Voralpengebietes. In Gesamtdeutschland schrumpfte der Bestand auf etwa 70 Paare, in manchen Bundesländern war die Art ganz verschwunden.

 

Durch die Aufnahme in das Naturschutzgesetz und weitere Maßnahmen haben sich die Bestände deutschlandweit erholt und Zahlen erreicht, die es erlauben, den Uhu nicht mehr als gefährdet zu betrachten. Das weiß man durch gezieltes Verhören und Erfassen auch in unserem Landkreis, wo sich LBV-Aktive am bezirksübergreifenden Monitoring „Uhuschutz im Frankenjura“ schon seit Jahren einbringen.

 

Zukünftig werden sich im Landkreis Ansbach noch LBV-Interessierte und Ranger vom Naturpark Frankenhöhe daran beteiligen. Für den Landkreis NEA werden weitere Ehrenamtliche gesucht, die sich einbringen wollen, um ein vollständigeres Bild über die Verbreitung zu erhalten.

 

Erwin Taube

tel.: 0 98 46 - 57 8
e-mail: erwin-taube@t-online.de

 

Unterstützer*innen für das Uhu-Monitoring gesucht

Uhu gerettet!

Am Fronleichnamstag wurde am frühen Morgen ein erwachsener Uhu in einer Wiese bei Weigenheim gefunden. Er war völlig durchnässt. Durch einen Unfall und die Nässe konnte er nicht mehr fliegen. Drei Aktive unserer Kreisgruppe fingen ihn ein und föhnten ihn trocken. Er wurde dann von uns in die Greifvogelauffangstation nach Fürth gebracht. Nach tierärztlicher Untersuchung stellte sich erfreulicherweise heraus, dass der Uhu keine Flügelverletzung hatte. Das männliche Tier war eventuell mit einem Auto zusammengestoßen, darauf deuteten Verletzungen oberhalb des Schnabels hin. Er zeigte keine Abwehrreaktion und konnte nicht selbstständig fressen. Deswegen musste er zunächst gefüttert werden. Nach ein paar Tagen fraß er dann von alleine, und durfte in eine Voliere. Nach zwei Wochen Pflege holten wir ihn gesund wieder ab.

Er wurde beringt und am Fundort wieder in die Freiheit entlassen.

Einige Tage später wurden seine Rufe mehrmals gehört.

Wir freuen uns riesig, dass wir ihn retten konnten und hoffen, dass er im nächsten Jahr ein Weibchen findet und zur Erhaltung der Art beitragen kann.

 

PS: Nicht immer kann verletzten Greifvögeln geholfen werden, so mussten dieses Jahr leider ein Turmfalke und eine Rohrweihe mit Flügelbrüchen eingeschläfert werden.

 

Text und Fotos: Margareta Loscher

 

verletzter Uhu:

 

Uhu beim Beringen

 

Uhu in Freiheit

Der Uhu ruft wieder

Im Jahr 2019 zählten die Experten im Landkreis sechs Bruten und 20 besetzte Reviere – Europas größte Eule – Nachtaktives Tier fasziniert den Menschen

Bericht aus FLZ vom 31.03.2020
N310320s6.pdf
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