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Grundstück bei Gerhardshofen - Nähe Valenmühle
Im Frühjahr 2024 war es endlich soweit. Der LBV wurde stolzer Besitzer eines knapp drei Hektar großen Waldgrundstückes südlich der Vahlenmühle bei Gerhardshofen.
Das Hanggrundstück zeichnet sich durch seine ruhige Lage im Umfeld von Orchideenwiesen und Weiherketten aus. Ökologisch aufgewertet wird es durch eine Quelle, die auch in trockenen Jahren noch ergiebig Wasser schüttet, und einen aufgelassenen Sandsteinkeller, der in den letzten Jahren vier verschiedenen Fledermausarten als Winterquartier gedient hat. Ziel des Ankaufes war, diese Strukturen langfristig zu sichern und zu optimieren, z.B. den Eingangsbereich des Kellers zu sanieren und vor unbefugtem Zutritt (Gittertüre) zu sichern, um Störungen während der Winterruhe zu vermeiden.
Der Wald, hauptsächlich mit Kiefern, Buchen und Eichen bestanden, stellt ein potentielles Bruthabitat für Uhu, Schwarzstorch und Milan dar und soll möglichst sich selbst überlassen werden, d.h. forstliche Aktivitäten werden auf das Notwendigste beschränkt (Verkehrssicherung vor allem in der Randzone).
Es ist geplant, den Wald durch vorsichtige Entnahme von Kiefern und die Förderung von sich im Unterholz befindlichen Laubbäumen (vor allem Eichen) langfristig in einen stabilen, lichten, naturbelassenen Mischwald umzuwandeln.
Im Frühjahr 2024 wurden Biotop- und Totholzbäume gekennzeichnet, die 2025 in das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm aufgenommen wurden. Diese ökonomisch uninteressanten Bäume nehmen mit ihren Höhlen und Spalten für viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten eine entscheidende ökologische Schlüsselfunktion ein.
Mit dem Kauf des Grundstückes wollen wir ein naturbelassenes Rückzugsgebiet für Tiere schaffen und einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region leisten.
Der Erwerb des Waldgrundstückes wurde größtenteils über den Bayerischen Naturschutzfonds (85 %) finanziert, der Rest über Spenden und Eigenmittel der Kreisgruppe.
Text: Michael Sauer
Die meisten heimischen Fledermaus-Arten sind bedroht.
Das Aufhängen von Fledermauskästen ist eine einfache Maßnahme zur Verbesserung des Quartierangebotes. Im Sommer wurden Rufe aufgezeichnet, die auf ein großes Spektrum baumbewohnender Arten hinweisen.
Da Baumhöhlen auch von anderen Tierarten genutzt werden, bieten spezielle Kästen sichere Sommerquartiere für Fledermäuse und schützen vor Prädatoren.
Natürliche Baumhöhlen sind sehr hoch oben und schwer einzusehen, Kästen erleichtern die Kontrolle und dienen deshalb auch der wissenschaftlichen Beobachtung.
Sieben fleißige Helfer beim Anbringen der 18 Kästen.
Text und Fotos: Margareta Loscher
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