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LBV-eigene Flächen bei Ickelheim
Insgesamt betreut die LBV-Kreisgruppe in unserem Landkreis 19 Flächen mit einer Gesamt-größe von 13,5 ha. Darunter befinden sich neben dem Waldgrundstück bei der Vahlenmühle (siehe Rundbrief 2025) Streuobstwiesen, extensive Mähwiesen, Feuchtwiesen, Schilfflächen und Magerrasen, die wir in den nächsten Jahren in den Jahresberichten vorstellen möchten, in diesem Rundbrief die LBV-eigenen Flächen bei Ickelheim.
Die beiden Grundstücke am „Vorberg“ östlich von Ickelheim wurden durch eine großzügige Schenkung im Jahre 2015 dem LBV überlassen. Es handelt sich dabei um zwei nebeneinander liegende, aufgelassene Weinberge mit einer Größe von 0,11 und 0,10 ha. Am Fuße des ehemaligen Weinbergs befindet sich noch eine mit ca. 12 vorwiegend mit Zwetschgen bestandene Streuobstwiese.
Die Flächen sind für den Naturschutz deshalb interessant, da sie ein hohes ökologisches Entwicklungspotential besitzen. Sie bieten für Eidechsen und andere Reptilien (z. B. Schlingnatter, Coronella austriaca) einen idealen Lebensraum. Aber auch botanisch kann sich die Fläche sehen lassen. So wurde neben seltenen Rosen (Rosa micrantha) schon die Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum) und die Osterluzei (Aristolochia clematitis), eine alte Heilpflanze, die höchstwahrscheinlich im Mittelalter mit dem Weinbau aus dem Mittelmeerraum zu uns gebracht wurde, gesichtet.
Durch die Schenkung kommt auf uns natürlich auch die Aufgabe zu, die Flächen ökologisch zu optimieren und zu betreuen. Ohne Pflege würden die Flächen verbuschen und sich sukzessive zu einem Gebüsch entwickeln. Der gewünschte Lebensraum für seltene Pflanzen und wärmeliebende Reptilien wäre verloren.
Um die ökologische Beschaffenheit zu erhalten und zu verbessern ist deshalb eine partielle Entbuschung bzw. Mahd notwendig. Momentan erfolgt eine solche Mahd alle zwei Jahre mit der Mähraupe. Das Schnittgut wird größtenteils durch mühevolle Handarbeit im Steilhang von der Fläche entfernt. Auch wurde schon der Streuobstbestand im ersten Jahr nach der Übergabe gepflegt und ein Großteil der Bäume geschnitten (Entlastungsschnitt), um ein Zusammenbrechen der alten Bäume zu verhindern. 2025 wurden zusätzlich noch umgefallene Betonpfähle aus der Fläche entfernt und die Streuobstwiese mit der Motorsense vollkommen freigestellt, damit dort die Beweidung durch den Wanderschäfer wieder möglich ist.
Für das Jahr 2026 ist eine Aktion geplant, um den Lebensraum für Reptilien zu optimieren. Dazu soll im oberen Bereich ein Mosaik, bestehend aus Sträuchern, offenen Stellen und Lesesteinhaufen, geschaffen werden. Die Lesesteinhaufen sollen so angelegt werden, dass im Inneren ein frostfreier Raum vorhanden ist. Eindrucksvolle Beispiele wurden uns im Oktober in einem Vortrag von Josef Röhrle von der Kreisgruppe Erlangen gezeigt. Für die Anlage der Lesesteinhaufen sind Arbeitseinsätze geplant, bei denen viele Helfer willkommen sind. Die Grundstücke liegen in der Kulisse des so genannten Weinbergprojekts der Regierung von Mittelfranken, wodurch auch staatliche Fördermittel abgegriffen werden können.
Text: Michael Sauer, LBV
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